Oktober 2011
31.10.2011 Blitzumfrage in heimischen Banken: Keine Weltspartagsstimmung
Eigentlich sollte dieser Tage in den Banken gefeiert werden. Der Weltspartag gibt Anlass, sich bei den treuen Kunden zu bedanken und auf das wichtige Thema des eigenverantwortlichen Bildens einer Rücklage für schlechte Zeiten hin zu weisen. Doch die Stimmung ist betrübt. Aktuell werden Banken als Auslöser und nicht als Leidtragende der weltwirtschaftlichen Krise stigmatisiert, die Regularien verschärft und neue Steuern eingehoben. All das drückt aufs Gemüt und die Ergebnisvorschau. Mehr als die Hälfte der heimischen Institute hat die Ertragserwartungen im Vergleich zu Jahresanfang deutlich nach unten geschraubt. Eine Umfrage des Beratungshauses emotion banking zeigt, welche Themen die heimische Bankenwelt beschäftigen.
Geht es nach den Aussagen der heimischen Banker, so sollte die europäische Union zwar einen Schuldenschnitt für Griechenland beschließen und Staatsanleihen mit einem Abschlag von 50%, aufkaufen, dabei jedoch weder den Rettungsschirm ausweiten noch neue Kredite an Griechenland gewähren. Dieser Drahtseilakt dürfte wohl an der Realität scheitern. Interessant ist, dass gerade Sparkassen den Schuldenschnitt besonders befürworten. 40% der Banker fürchten bei einem Schuldenschnitt eine motivierende Wirkung für andere gefährdete Staaten, wie Italien, Spanien und Portugal. Ein Ausschluss Griechenlands aus der EU stellt für die befragten Banker derzeit keine Option dar.
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28.10.2011 Blitzumfrage: Heimische Banken empfehlen gebundene Einlagen und Immobilien bei der Veranlagung
Die aktuellen Entwicklungen haben althergebrachte Veranlagungsregeln auf den Prüfstand gestellt. Während der Börseguru Kostolany Zeit seines Lebens dazu geraten hatte, Aktien zu kaufen, sie für 10 Jahre unter den Kopfpolster zu legen und dann zu prüfen, was dabei herausgekommen wäre, so ist dies für Banker aktuell kein Weg zu finanziellem Ertrag. Knapp ein Viertel der Entscheidungsträger rät von derart langfristig orientierter Vorgehensweise ab. Vielmehr sollte man auf die aktuelle Wetterlage achten und sich nicht so stark an Trends orientieren.
Da die heutige Marktsituation auch für die Experten in den Banken ein sehr uneindeutiges Bild abgibt, wird auf Risikodiversifizierung („Man sollte nicht alle Eier in einen Korb legen.“) und konservatives Vorgehen bei der Veranlagung verwiesen. Auf Kredit zu spekulieren ist ein absolutes „No go“
Uneindeutig ist auch die Einschätzung, ob es sich heute bereits um einen guten Zeitpunkt handelt, um an der Börse zu investieren. Auf der einen Seite wird mehrheitlich zugestimmt, dass es unmöglich ist, den perfekten Einstiegszeitpunkt auszumachen (Wer die Papiere nicht hat, wenn sie zurückgehen, hat sie auch nicht, wenn sie seteigen), auf der anderen Seite sehen 30% heute nicht den richtigen Zeitpunkt um in Aktien zum investieren. In jedem Fall gilt: Spekulative Investments werden klar abgelehnt („Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren.“). Stellt sich die Frage: Wo ist der sichere Hafen?
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Juni 2011
Österreichs Bankvorstände schlugen 2010 den ATX
Das Vertrauen in Banken und deren Veranlagungsempfehlungen hat in den vergangenen Jahren gelitten. Zahlreiche Kunden halten lieber Cash Bestände oder flüchteten in Immobilien oder Gold. „Wir wollten wissen, ob man den Empfehlungen der Banken trauen kann“ schildert Dr. Rauscher, GF des Beratungsunternehmens emotion banking, den Hintergrund der Befragung von heimischen Vorständen und Führungskräften. „Wir haben mit unserer Studie unmittelbar nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers begonnen. Damals lagen alle Banken in ihrer Einschätzung hinsichtlich der Entwicklung des ATX deutlich zu optimistisch. Es schien, als würden die Experten, mit Extremszenarien nicht gut zu Rande kommen. 2009 lagen die heimischen Institute in ihrer Einschätzung deutlich besser. Im vergangenen Jahr baten wir die Vorstände erneut um ihre Kauf- und Verkaufsempfehlungen für ATX Einzeltitel.“
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Mai 2011
In die Welt von morgen blicken Club2020 entwickelt Zukunftsszenarien für die Welt der Banken
Als Interessensgemeinschaft führender Banker, Vorständen und Führungskräfte versteht sich der Club 2020 als Impulsgeber und Schrittmacher für die Bankenzukunft. In dieser Denkwerkstatt werden neue Ideen und Konzepte für Banken diskutiert, entwickelt und der Öffentlichkeit präsentiert. Das gemeinsame Interesse der Teilnehmer liegt darin, Innovation und Dynamik in der Bankenlandschaft zu integrieren, frühzeitig auf Entwicklungen hinzuweisen und ein echter Visionsgestalter und Wegbereiter zu sein.
Seit 2004 wurden im Rahmen der Clubarbeit unterschiedliche Zukunftsszenarien entwickelt und konkrete Gedanken zu deren Auswirkungen auf die Bankenlandschaft diskutiert. „Diese Diskussionen bedeuten für alle eine große Herausforderung. Denn zukunftsorientiertes Denken heißt Bestehendes loslassen. Es ist notwendig sich von alten Vorstellungen und Erfolgsrezepten zu trennen, um Neues entstehen zu lassen. Mit Mut vorangehen lautet die Devise.“, berichtet Dr. Christian Rauscher, GF emotion banking & victor und Gründer des Club 2020.
Aufbauend auf die Szenarien wurden 57 Thesen abgeleitet und deren Eintrittswahrscheinlichkeiten mit einer Delphi-Studie abgetestet. Die Auswirkungen dieser Thesen auf die Banken wurden in Expertendiskussionen der Club 2020 Mitglieder diskutiert. Ergebnis ist die 2007 veröffentlichte umfangreiche und höchst interessante Zukunftsstudie, die auf über 105 Seiten kompakt wichtige Trends und Entwicklungen aufzeigt.
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Bankbarometer 11: Österreichs führende Bankbefragung
Banken verdienen wieder Im Kampf um die Gunst der Kunden setzen die Banken auf kundenzentrierte GeschäftsmodelleNach der Finanzkrise kämpft die heimische Finanzindustrie um das Vertrauen der Kunden. Während Regionalität, Beratung und einfache Produkte das Kerngeschäft wieder ankurbeln sollen, vergeben die Banken weiterhin Chancen bei innovativeren Themen. Social Media und zielgruppenspezifische Konzepte kommen nur langsam in Schwung. Auch der Wettbewerb zieht wieder an. Österreichs größte Umfrage unter Führungskräften der heimischen Finanzwelt, durchgeführt von Beratungshaus emotion banking, zeigt, mit welchen Strategien Banken siegen wollen und wie sie sich auf den allgemeinen Wertewandel einstellen.
Die wirtschaftliche Erholung kam 2010 nach Meinung der Studienteilnehmer einen großen Schritt voran. Getragen wurde die positive Entwicklung der österreichischen Wirtschaft durch die Erholung der Weltwirtschaft und insbesondere durch das starke Wachstum von Österreichs größtem Handelspartner Deutschland. 85% der Banker attestierten der österreichischen Wirtschaft eine Verbesserung in den letzten 12 Monaten. Somit lag die eingetroffene wirtschaftliche Entwicklung weit über Erwartungen des Vorjahres: 25% der Befragten gingen 2010 von einer Verschlechterung aus. Die Zukunft wird optimistisch gesehen, unbeachtet der Euro-Krise und erwarteten Lieferengpässen infolge der Japan-Krise, die für Industrieunternehmen Schwierigkeiten bringen könnten.
Auch Banken selbst scheinen das Schlimmste überstanden zu haben. Die Ertragssituation der Banken hat sich nach Meinung von 90% der Teilnehmer in den letzten 12 Monaten verbessert oder ist zumindest auf dem – nicht ganz so beeindruckenden - Niveau des Vorjahres geblieben. Bei Geschäftsvolumen und Kreditnachfrage wird nun für 2011 ein deutliches Plus erwartet. Auch für das Zins- und Provisionsergebnis erwarten die Banker, zum ersten Mal seit Ausbruch der Finanzkrise, einen kräftigen Sprung nach oben. Allerdings erholen sich auch die Mitbewerber – mit Ausnahme der privaten Finanzdienstleister - von der Finanzkrise und erreichen die Stärke der Vorkrisenzeiten.
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März 2011
Frauen investieren anders... Studienergebnisse zum Weltfrauentag 2011
8. März 2011 – 100. Weltfrauentag. Noch immer bringen Frauen im deutsch-sprachigen Raum dem Thema Finanzen weit weniger Interesse entgegen, als Männer dies tun und vergeben sich damit viele Möglichkeiten. Eine Chance für Banken, die Zielgruppe Frauen mit fokussierten Konzepten anzusprechen. Die Studien von emotion banking zeigen wie Banken bei der Zielgruppe Frauen punkten können.
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