Herausforderung FAMILIENUNTERNEHMEN ...Wenn Führungskräfte verheiratet und Mitarbeiter verschwägert sind…

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Die besondere Form des Familienunternehmens birgt spezifische Anforderungen an die Führung. Wenn der Fortbestand des Unternehmens und damit die Existenzsicherung der eigenen Familie das oberste Ziel ist - wie gestaltet sich dann die Führung? Wodurch zeichnen sich erfolgreich geführte Familienunternehmen aus? Und dann noch die Betriebsübergabe: Rund 5.000 Unternehmen stehen südtirolweit vor dieser großen Herausforderung.

Moderiert von Dr. Barbara Aigner brachten uns die hochkarätigen Referenten, Prof. Dr. Arnold Weissman und Dr. Christian Rauscher das Thema Unternehmensführung in seinen unterschiedlichen Facetten näher.

Im Anschluss wurde es feierlich: Die Geschäftsführer des Beratungsunternehmens "emotion banking", Dr. Barbara Aigner und Dr. Christian Rauscher, übergaben der Raiffeisenkasse Bruneck offiziell die Auszeichnung zur Bank des Jahres.

 

„Das Thema Familienunternehmen ist uns schon lange am Herzen gelegen“, so Geschäftsführer Anton Josef Kosta - und stellte den Anwesenden keinen geringeren als Prof. Dr. Arnold Weissman vor. Der Professor für Unternehmensführung ist für die Beratung und Entwicklung bei international ausgerichteten, inhaber- und familiengeführten Unternehmen des Mittelstands sehr gefragt. Neben ihm zwei bekannte Gesichter für die Raiffeisenkasse Bruneck: Co-Referent, Dr. Christian Rauscher sowie Moderatorin Dr. Barbara Aigner. Das Geschäftsführer-Paar aus Wien führt das BankBeratungsunternehmen „emotion banking" und begleitet als solches auch schon über Jahre die Raiffeisenkasse Bruneck.

Führungswandel
Es ist nicht einmal so weit hergeholt, einen Vortrag zum „Familienunternehmen“ mit dem Thema der  „Digitalen Transformation“ zu beginnen. Um alle weiteren Ausführungen zu verstehen, muss einem klar sein: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert“, so Weissman. „Ob man will oder nicht.“ In diesem Prozess, in dem wir uns bereits befinden, greift die Digitalisierung in alle Bereiche und Systeme unseres Lebens. Ganze Branchen sind gezwungen, sich neu aufzustellen. Diese permanente Weiterentwicklung, dieser ständige Wandel braucht ebenso eine neue Art der Führung. „Es liegt an der Führungskraft, diesen Wandel mit Stärke und Zuversicht zu begegnen und die Mitarbeiter dazu zu motivieren mitzugehen.“, so auch Rauscher in seinem Kurzvortrag. Der Begriff der Führungskraft wird dabei von beiden sehr betont. Die großen Bosse und Manager der 90er seien nie wirklich Führungskräfte gewesen. Es ginge um viel mehr als um das reine fachliche Wissen oder gar um das Kommunizieren von oben herab. „Eine Führungskraft stellt sich in den Dienst der Menschen und in das Wachstum des Unternehmens.“ Bescheiden, stark und wirkungsvoll sind die Adjektive einer Führungskraft von heute.

Stolze Tradition und neuer Mut
„Unternehmer sind Architekten, die Gebäude entwickeln“, so Weissman. Im Gebäude des Familienunternehmens werden zwei Systeme vernetzt: Das System Familie und das System
Unternehmen. Während herkömmliche Unternehmen auf drei Säulen (Strategie, Organisation, Führung/Mitarbeiter) basieren, stützt und trägt eine weitere Säule das Gebäude des
Familienunternehmens - die Familie selbst. Das Fundament sind gemeinsame Werte, auf die man sich verlassen kann. Was den Erfolg angeht, so gilt auch hier „survival of the fittest“ - wer sich eben an neue Rahmenbedingungen am besten anpassen kann. Gerade in Familienunternehmen ist es eine Herausforderung, im rasanten Wandel Möglichkeiten und Chancen zu sehen. Dennoch: „Es geht um eine Balance zwischen stolzer Tradition und neuen Mut“, so Weissman. Denn Zweck des Familienunternehmen ist es, einen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft für unsere Kinder zu schaffen und: „Es liegt an uns, Freude am Unternehmertum weiterzugeben.“

Bank des Jahres
Zum Abschluss einer gelungenen Veranstaltung und eines äußert erfolgreichen Jahres sorgten Christian Rauscher und Barbara Aigner für einen absoluten Höhepunkt der Raiffeisen
Silvestergespräche 2017: Als Geschäftsführer von „emotion banking“ verliehen sie nach einer imposanten Laudatio der Raiffeisenkasse Bruneck die Auszeichnung zur Bank des Jahres. Fast
das gesamte Team der Raiffeisenkasse Bruneck nahm diese mit Freude entgegen.

Spendenaktion
Auch dieses Mal wurde die Teilnahme an den Raiffeisen Silvestergesprächen an eine Spendenaktion gekoppelt. Jeder Gast spendete für seine Teilnahme 10€ an einen sozialen Verein.
Die Raiffeisenkasse Bruneck verdoppelte die Spenden und konnte so einen Betrag von insgesamt 5.000€ an die Familienberatung Südtirol, die sozialpädagogische Tagesstätte Grisù und die
Männerinitiative Pustertal übergeben.

Fotos, Vorträge, Videos und Berichte finden Sie hier. 

Tags: Herausforderungen Führung Bank des Jahres Familienunternehmen Unternehmensführung Weissman

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